Neue Wege: Generationsübergreifendes Umdenken beim Fleischkonsum

Zu meiner großen Freude stelle ich fest, dass sich die Einstellung und das Konsumverhalten beim Thema Fleisch- und Wurstwaren verändert. Es fangen immer mehr Menschen an hinzuschauen und sich diesbezüglich einzuschränken. Weil sie begreifen, dass es so wie jetzt nicht weitergehen kann.

Gestern (zu Ostern), bei meinen lieben Eltern, gab es ganz klassisch und gut bürgerlich zu Ostern, Klöße mit Rotkohl, Sauce und Kaninchenkeulen. Meine Eltern sind mit ihrem Denken noch in der Generation verwurzelt, in der Fleisch auf den Tisch gehörte, wenn man es sich leisten konnte.

Sie schränken zwar ihren Fleischkonsum auch schon seit Längerem ein, besonders meine Mutter, aber sie leben noch nicht ganz vegetarisch oder vegan. Dafür kaufen sie aber Bio Kaninchen, aus guter Zucht und Haltung.

Ich, als überzeugte Pflanzenesserin, aß natürlich kein Fleisch. Mein Sohn jedoch schon. Heute Morgen sagte er dann allerdings zu mir: „Mama, so lecker war das Fleisch aber auch nicht. Eigentlich hätte ich es auch nicht unbedingt essen müssen.“

Wow und das von einem 12 Jährigen!

Das hat mich wirklich sehr gefreut, denn ich lasse ihm die Wahl, ob er Fleisch und Wurst konsumiert oder nicht. Ich lebe ihm zwar eine überwiegend pflanzliche Lebensweise vor und kaufe weder Fleisch noch Wurst, aber bei seinem Vater oder seinen Großeltern, kommt es regelmäßig auf den Tisch.

Begreifen und Verzichten

Auf jeden Fall merke ich durch sein Verhalten und seine Aussagen, dass er mit seinen 12 Jahren langsam auch begreift, dass der Fleischkonsum in der westlichen Zivilisation, für die Lebewesen und die Umwelt, nicht mehr tragbar ist. Er fängt von selber an zu verzichten und schränkt den Konsum von tierischen Lebensmitteln mehr und mehr ein.

Dafür bin ich sehr dankbar, denn damit wächst eine neue Generation heran, die nicht mehr mit dem alten Denken verwurzelt ist, Fleisch gehöre als Statussymbol auf den Tisch. Oder an Aussagen glaubt wie : “Männer brauchen Fleisch.”

Das Umdenken findet, nicht nur, in dieser Generation zunehmend statt. Es geht, vom Denkansatz her, hoffentlich wieder mehr und mehr zurück zu der Zeit, als Fleisch etwas Besonderes war und ein Braten nur einmal wöchentlich auf den Tisch kam oder gar nicht.

Umdenken und nicht mehr unterstützen

Natürlich wird sich die Fleisch- und Wurstindustrie mit Händen und Füßen dagegen wehren.
Aber das Umdenken und der Verzicht ist der einzige Weg, um die, für die Tiere, unwürdigen Haltung und Schlachtung nicht mehr zu unterstützen.

Und ebenso ist es ein Weg, um die durch die Massenproduktion verursachten Umweltverschmutzung zu verringern. Denn die CO2 Emissionen durch die Kühe und die Tonnen an Gülle, die unsere Äcker und damit auch unser Grundwasser verunreinigen, sind schon lange ein großes Umweltproblem.

Deshalb ist es heutzutage wichtiger denn je, dass jeder Mensch ein wenig umdenkt und einen kleinen oder großen Beitrag leisten, um diesem untragbaren Zustand Einhalt zu gewähren.

Ob es nun durch den Verzicht von Fleisch- und Wurst zum Abendbrot ist oder du zukünftig nur noch Bio Fleisch kaufst. Selbst durch diese kleinen Einschränkungen kannst du schon Großes bewirken.

Deshalb mein Aufruf: Wer macht mit und verschließt nicht mehr die Augen vor dem Ausmaß der Massentierhaltung und -produktion?

Falls du Kinder hast, wie gehst du mit deinen Kindern und dem Thema Fleischkonsum um?

Ich freue mich sehr über ALLE die mitmachen und über jeden, dem ich einen kleinen oder großen Anstoß geben kann, die Augen zu öffnen. Lasst uns was tun.

Zusammen für eine bessere Welt!

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar, wie du mit diesem Thema umgehst und welchen Weg du dabei gehst.

Danke und alles Liebe,
Antje